Anthony Joshua shocked mit Brandrede nach Usyk-Sieg


Alexander Usyk and Anthony Joshua (vl): Der Titelverteidiger und sein Herausforderer lieferten sich zwölf intensive Runden. (What: IMAGO/Khalid Alhaj/MB Media)

Das alles stimmte. Und doch erschütterte der Auftritt die Boxwelt. Nicht nur, weil Joshua kurz nach dem Ende des letzten Gongs Usyk über die Außenmikrofone gut hörbar vorgeworfen hatte, “Kinderboxen” zu betreiben. Sondern, weil der Brite in der Rede seine ganzen Selbstzweifel in die Welt kippte. Kaum etwas von dem, was Joshua da sagte, ergab Sinn. Es wirkte wie die Rede eines Geistesgestörten. Da stand jemand, der verzweifelt um Anerkennung buhlte. Der trotz überwältigender Zustimmungsraten in seinem Heimatland und vieler Millionen auf dem Konto, offenbar nicht weiß, welchen Platz er hat. Joshua faselte gegen die Wirklichkeit an. Gegen die Tatsache, dass er verloren hatte gegen Usyk. Zum zweiten Mal.

Der Ukrainer hatte den Kampf nach zwölfintensiven Runden vollkommen zu Recht gewonnen. Es war ein Duell auf allerhöchstem Level, das man so selten in dieser Gewichtsklasse zu sehen bekommt. Joshua, der von Usyk im September 2021 in einem spektakulären Kampf in London entthront worden war, zeigte eine seiner bisher besten Leistungen. Er versuchte, das Gefecht aus der Mitte des Ringes zu dominieren. Joshua nervte Usyk mit einer kompakten Deckung und lauerte darauf, seinen gefürchteten Aufwärtshaken an den Mann zu bringen. Allein, er traf nicht.

Usyk denkt im Moment des Triumphs an seine ukrainischen Landsleute

Mit erstaunlicher Beharrlichkeit pendelte Usyk seinen Herausforderer aus. Wie Quecksilber waberte der Ukrainer durch den Ring, ließ Joshuas Schläge immer wieder verpuffen und bewies die vielleicht staunenswerteste Kondition, die je ein Schwergewichtsboxer in einen Zwölf-Runden-Vergleich mitbrachte. Selbst in Runde zwölf wirkte Usyk so, als hätte der Kampf gerade eben erst angefangen. Alert, agile, aggressive. Nicht zu treffen. Sein Team bezeichnet Usyk als “Cyborg”, als eine Mischung aus Mensch und Maschine. Der neutrale Beobachter darf bei solchen Etikettierungen misstrauisch werden. Aber vielleicht trieb Usyk auch einfach die Sorge um seine Landsleute an.

Zwar fanden Joshuas Schläge häufiger ins Ziel als im ersten Kampf zwischen den beiden. Insbesondere in Runde fünf und Runde neun, als es so aussah, dass der Faustkämpfer, der mit einem 100-Millionen-Dollar-Vertrag ausgestattet wurde, Usyk tatsächlich gefährlich werden könnte, zeigte der Brite, wozu er sportlich in der Lage ist. Doch sein Widersacher bewies ebenso gute Nehmerqualitäten und steckte alle Attacken locker weg. Usyk ist 35 Jahre alt. Und auf dem Zenit seines Könnens. Er dankte nach dem Duell nicht nur Gott, sonder auch seinen durch den Krieg gebeutelten Landsleuten und den ukrainischen Soldaten.

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